Baumwollherstellung in der Textilindustrie
Auch wenn es der Name vermuten lassen könnte – bei der Baumwollpflanze handelt es sich nicht um einen Baum, sondern um einen Strauch. Diese rein pflanzliche Naturfaser ist als Rohstoff zur Herstellung von Fasern und Stoffen in der Textilindustrie von erheblicher Bedeutung. Die Baumwollpflanze zählt zur Gattung der Malvengewächse. Die Baumwollfasern werden speziell aus den Samenhaaren der Pflanze gewonnen. Die Samen selbst sind giftig.
Ihren Namen erhält die Baumwolle angesichts langer Faserbüschel in den Früchten des Strauches. Eine kennzeichnende Eigenschaft ist ihre Saugfähigkeit, denn Baumwolle hat eine Wasseraufnahmefähigkeit von bis zu 80 % ihres Gewichtes. Leider heißt das auch, dass sie sehr lange zum Trocknen benötigt.
Typische Anbaugebiete für Baumwolle sind Asien, Australien, Süd- und Mittelamerika. Man findet sie aber heutzutage durchaus auch auf den übrigen Kontinenten. Länder wie Pakistan, China, Indien und die USA haben bezüglich der Baumwollindustrie globale Bedeutung. Was den Produktionsumfang betrifft, so liegt China mit einem Anteil von 24,7 % an der Spitze, gefolgt von den USA und Indien mit 19,44 %, bzw. mit 15,67 %. ( Zahlen von 2005)
Schon vor Tausenden von Jahren machte man sich Baumwolle zur Fertigung von Kleidung, vor allem in den tropischen Ländern, zunutze. Die Babylonier bezeichneten sie sogar als „Weißes Gold“. In Mexiko wurden Funde von 7000 Jahre alter Baumwolle gemacht. Die wohl frühesten Aufzeichnungen der Pflanzenfaser hingegen stammen aus Indien um das Jahr 1500 v. Chr. Mit dem zunehmendem Fernhandel der frühen Neuzeit ersetzte Baumwolle zunehmend Stoffe wie Leinen, Hanf und Flachs. Bis ins 20. Jahrhundert war sie DAS Exportgut Südamerikas. Konkurrenz bekam die Baumwolle mit der Möglichkeit, künstliche Textilfasern industriell herzustellen.
Generell unterscheidet man bei der Vielzahl von Baumwollarten in Wilde Arten und Kulturarten. Ausschließlich Letztere sind für den industriellen Anbau geeignet. Baumwolle wird als Monokultur angebaut und ist dabei sehr anfällig gegenüber Schädlingen. Aus diesem Grund kann man bei der großflächigen Baumwollzucht auf Chemikalien wie Insektizide und Düngemittel zur Schädlingsbekämpfung nicht verzichten.
Wenn etwa acht Wochen nach der Aussaat die Samenkapseln aufbrechen und weiße Bäusche herausquellen, kann die Baumwolle geerntet werden. Die Ernte erfolgt zumeist mit großen Pflückmaschinen. Danach wird die Baumwolle in einer Presse zu einem einzigen großen Ballen gepresst. Nun kommt sie in die Entkörnungsmaschine, in der mittels Stahlkämmen die Baumwollfaser von Kapselresten befreit wird. Nach dem Kämmen wird sie in Form von Ballen in die Spinnerei transportiert. Dort erfolgt dann nach einem weiteren Reinigungsschritt das Ordnen zu einzelnen Fasern. Im Anschluss wird die Pflanzenfaser zu Garn gesponnen, gefärbt und zu fertigem Stoff verwebt.
Hier auf dem B2B-Portal finden Sie Informationen rund um die Baumwollherstellung sowie Kontaktdaten zu Händlern und Großhändlern in diesem Bereich.
| Datum: | 13.07.- 15.07.2010 |
| Land: | USA |
| Ort: | New York |
| Messe: | International Apparel Sourcing Show |
| Datum: | 13.07.- 15.07.2010 |
| Land: | USA |
| Ort: | New York |
| Messe: | Texworld USA - Worldwide Fabrics Rendez-vous |
| Datum: | 13.07.- 15.07.2010 |
| Land: | USA |
| Ort: | New York |
| Messe: | HTFSE Home Textiles Fabric Sourcing Expo |
| Datum: | 15.07.- 19.07.2010 |
| Land: | USA |
| Ort: | Atlanta |
| Messe: | International Area Rug Market |




